Blühendes Heidekraut am Ufer des Åsnensees unter blauem Himmel

Aroma Wanderung

Schweden, 11. August

Steg durch das Moor – die Toftasa-Runde von Urshult

Diese Wanderung bin ich letztes Jahr schon gelaufen und hab mich riesig darauf gefreut, sie jetzt mit Johannes zu laufen.

Johannes und Lucy auf einem Waldweg zwischen moosbewachsenen Findlingen

Wie immer vorher ein paar Vorbereitungen – bei 17 Kilometern hab ich meine Beine mit Deep Blue auf die Tour vorbereitet. Für alle gab's eine Runde TerraShield, und Balance unter die Füße.

Balance, TerraShield, Deep Blue und Sonnenschutz liegen nebeneinander im Gras

Gebraucht hab ich das auch gleich: Der kleine Waldparkplatz war mächtig voll – letztes Jahr standen da drei Autos, jetzt kamen mit uns nochmal vier dazu, und wir mussten erstmal schauen, dass wir überhaupt einen Platz kriegen. Kurz vor der Schnappatmung hab ich mein Adaptiv ausgepackt und auf Gallenblase 20 aufgetragen – mein absoluter Kopf-aus-Punkt. Ein paar Mal tief durchgeatmet, und ich dachte mir: Nicht alle werden die vollen 17 Kilometer laufen, da waren auch Familien mit Kindern dabei. Wenn wir zurückkommen, wird's bestimmt leerer sein.

Der erste Abschnitt ist wirklich wunderschön, überall liegen Findlinge auf dem Boden – aber richtig genießen konnte ich's nicht, vor und hinter uns liefen Leute, keine Zeit zum Fotografieren. Hab's einfach gelassen genommen und mir gedacht: auf dem Rückweg wird's anders. Kleines Memo an mich selbst: nächstes Mal früher los oder außerhalb der Hauptreisezeit.

Große Findlinge zwischen schlanken Bäumen im schwedischen Wald

Nach dem ersten Abschnitt trennten sich die Wege – wir sind rechts gegangen, die meisten anderen (vor allem die Familien) eine kürzere, vier Kilometer lange Runde.

Und dann beginnt der „langweilige" Teil der Strecke – fünf Kilometer geradeaus, über einen Steg, der zwei Landflächen miteinander verbindet.

Weites Panorama vom Steg aus: Wasser links und rechts, in der Mitte der Weg mit Johannes und Lucy
Karte der Wanderroute durch den Åsnens Nationalpark, der Steg verbindet zwei Landflächen

Der Steg verbindet die beiden Landflächen – auf der Karte gut zu sehen. Kartenausschnitt: Komoot, Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Langweilig wurde uns dabei aber überhaupt nicht: immer wieder tolle Ausblicke aufs Wasser rechts und links, zwischendrin ein paar Häuser. Die Strecke über den Steg war richtig kurzweilig.

Johannes läuft auf dem geraden Schotterweg direkt am Wasser entlang
Rotes Schwedenhaus mit weißer Veranda hinter einer Wiese

Dann waren wir auch schon an der Moor-Runde angekommen – absolut sensationell, und tatsächlich kaum Leute unterwegs. Wir sind links abgebogen, kurz darauf kamen Holzplanken, die den Weg markierten. Rechts und links alles voller Heidelbeeren – die Schweden, die wir getroffen haben, liefen mit kleinen Sammelbechern rum, darauf war ich schon etwas neidisch. Ich hab beim Pflücken jedenfalls ziemlich blaue Finger bekommen. Verhungern konnte man auf dieser Wanderung definitiv nicht.

Nicola lächelt mit Sonnenbrille in die Kamera, dahinter lichter Kiefernwald
Johannes und Lucy laufen über schmale Holzplanken durch das Moor
Heidelbeersträucher voller reifer Beeren am Wegrand

Kurz vor der Hälfte machte mir mein Kreislauf ein bisschen zu schaffen, also Pause. Mein Survival Pack hatte ich dabei – Pfefferminz einmal in den Nacken, und auf Magen 36. Magen 36 ist ein Akupressurpunkt für Energie, der die Akkus wieder auflädt – ein chinesisches Sprichwort sagt, wenn man ihn bei einer Wanderung drückt, kann man danach die doppelte Strecke noch mal laufen. Und tatsächlich, mit Pfefferminz kombiniert, war ich schnell wieder fit genug, um durchs Moor weiterzugehen – Johannes hatte schon kurz Sorge, einen Wagen holen zu müssen.

Das geöffnete Survival Pack mit den Ölen auf einem moosigen Baumstamm
Nicola macht auf einem Felsen Pause, daneben Survival Pack und Trinkflasche

Danach konnte ich die zweite Hälfte durchs Moor wirklich genießen. An einer Bank mit Blick auf den Åsnensee noch eine Pause gemacht, und noch eine Runde TerraShield für Lucy.

Der Holzplankenweg führt durch das Moor, Lucy läuft voraus
Lucy liegt auf einer Holzbank, daneben das TerraShield-Fläschchen

Auf dem Rückweg ging's weiter durch diese wahnsinnig tolle Landschaft – zwischendrin Steinwälle zu überwinden, mit Leiter. Lucy hat sich die Abkürzung genommen und ist einfach drübergesprungen. Nach etwa vier Kilometern waren wir wieder am Steg.

Holzleiter über einen alten Steinwall, oben steht Lucy

Der Rückweg über den Steg kam uns kürzer vor, wie das mit Rückwegen ja oft so ist. Und an der Abzweigung angekommen: genau wie erhofft, die Leute waren weg. Endlich konnte ich diesen Weg fotografieren, den ich so faszinierend fand – auch wenn die Fotos nicht ganz einfangen, wie die Baumwurzeln die Findlinge umkrallen. Man musste wirklich schauen, wo man hintritt, streckenweise von Stein zu Stein.

Eine Baumwurzel wächst wie eine Klammer über einen Findling

In aller Ruhe ging's dann zurück zum Auto, das Verkehrsaufkommen hatte sich schon gelichtet.

Wenn du mal in der Nähe bist: Diese Runde kann ich dir wirklich empfehlen, auch in der Hauptreisezeit – geh einfach etwas früher los als wir, nicht erst mittags.

Auf dieser Wanderung dabei

Auszeit-Basisset

Auszeit-Basisset: Deep Blue Rub, Adaptiv, Balance und Lavendel
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